Diäten ohne Ende?! Tipps vom sport-Treff Urdorf ...Immer wieder ist von spektaktulären Diäterfolgen aus dem Bekanntenkreis zu hören: "Ich mache gerade eine neue Super-Diät, du hast sicher schon davon gehört, weißt du, die ärztlich kontrollierte eben. In drei Monaten habe ich schon 15 Kilo abgenommen!!" Neun Monate, ein Jahr oder noch länger nach Start einer solchen Super-Diät sehen die Leute und Aerzte die Resultate: sie haben in 90% etwas gemeinsam, die Diäterprobten Personen sind schwerer als vor der Diät. Dazu kommt noch eine riesige Portion Frust und in viele Fällen gar Resignation, mit dem Kommentar: "Es liegt halt in der Familie!" (Vielleicht sind es ja auch die Ess-und Bewegungs Gewohnheiten der Familie?) Einige Zahlen: Ideale Zusammensetzung der Energiemenge in der Nahrung: 55-60% Kohlenhydrate / 25-30% Fett / 15-20% Eiweiss (Grafik aus: FIT for LIFE 1-2/99) Durch unsere Lebensweise heute verbrauchen wir gerade noch einen Zehntel an Bewegungskalorien gegenüber vor hundert Jahren. Dazu kommt, dass sich die Lebensmittelqualität und Essgewohnheiten auch nicht gerade zum Positiven verändert haben. Ausnahme Schweiz? " Bisch scho mal z'Amerika gsi, häsch die gse mit dänne grossä Är...?" Die Zahlen des Schweizer Ernährungsberichts können uns aber nicht beruhigen, denn auch wir sind bei stolzen 37,4% Fettanteil in der Nahrung angelangt (empfohlen 25-30%). Die Entwicklung des Fettanteils bzw.Uebergewichts nimmt drastisch zu - und was besonders bedenklich ist, dass dies auch bereits auf unsere Schulkinder zutrifft! In den meisten Industrieländern hat der Anteil der Uebergewichtigen die 30-Prozent Hürde überschritten und es werden nicht weniger. Kennen Sie das Lied:"Wer soll das bezahlen"?? (Die Krankenkassen lassen Grüssen) Diäten Wichtig: Diät ist nicht gleich Diät! Es gibt Diäten, die aus medizinischen Gründen zwingend einzuhalten sind. (z.b. Diabetiker) Jo-Jo-Effekt ? Die meisten Diäten basieren auf einer Reduktion der aufgenommenen täglichen Kalorienmenge. Unser Körper lässt sich aber nicht so schnell überlisten.In den Hungersnöten der früheren Jahre hat er gelernt, sofort auf Sparflamme umzuschalten. Das heisst: der Körper fährt seinen Stoffwechsel bei einer Reduktionsdiät in den Sparzustand, den sogenannten Hungerstoffwechsel. Dabei ist der Kalorienverbrauch reduziert und auch die Fettverbrennung gegenüber dem "Normalzustand" stark eingeschränkt. Wie freut sich der Körper auf das wieder normal gewohnte Essen, nach erfolgreich durchgestandener Diät! Nur: wohin mit diesen überzähligen Kalorien? Der Körper hat ja auf Sparflamme geschaltet! "Da hilft nur noch die radikale Nulldiät"! ??? Radikaldiäten provozieren den Jo-Jo-Effekt. Denkt daran ! Fett ersetzt durch mangelnde Aktivität und bei zunehmendem Alter (nach dem 30. Lebensjahr alle zehn Jahre um die 10%), die fettverbrennende Muskulatur! Wir können nicht nur die Nahrungsaufnahme reduzieren und meinen, dies führe zum gewünschtem Erfolg, denn garantiert irgendwann stoppen wir diese Reduktion und erleben das Wunder "Jo-Jo-Effekt". Darum: Bewegung und Ernährung gehören nun mal einfach zusammen! |
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Und ein Gratistipp dazu: "Semmelbrösel in den Socken halten jeden Schweissfuss trocken!" |