"Keine Ausreden!" - die richtige Kleidung...Schnell ist eine Ausrede gefunden, mit welcher wir es uns zuhause gemütlich machen können und das Training auf freundlichere Tage verschieben können. Im Gegenteil. Mit der richtigen Ausrüstung lässt sich nicht nur jedes Wetter problemlos ertragen nein, es macht auch noch Spass! Es gibt kein schlechtes Wetter es gibt nur schlechte Bekleidung! Den besten Kälteschutz bieten hochfunktionelle Kleidungsstücke. Hochfunktionell bedeutet, dass die Kleidung nicht nur vor den äusseren Bedingungen schützt, sondern auch dem sich rasch ändernden Körperklima während des Trainings gerecht werden muss. Ebenfalls muss die Bekleidung eine sehr hohe Atmungsaktivität aufweisen. Dies bedeutet, dass die durch Schwitzen erzeugte Feuchtigkeit möglichst schnell vom Körper wegtransportiert wird. Die Stoffe dürfen fast keine Feuchtigkeit aufnehmen und die Kleider müssen körperbetont sein. Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach. Die Bekleidung wird in drei Schichten eingeteilt (das muss heute nicht mehr so aussehen wie anno 1812 - im Bild nebenan) und jede Schicht hat eine spezielle Funktion zu erfüllen: Erste Schicht = Funktionsunterwäsche Diese Schicht, welche direkt auf der Haut getragen wird, sorgt vor allem dafür, dass die produzierte Feuchtigkeit schnell aufgenommen und an die nächste Kleidungsschicht weitergeleitet wird, damit der Körper nicht auskühlt. Hier gibt es keine Alternative zu Kunstfaserprodukten. Zweite Schicht = Isolationsschicht Die Isolationsschicht, welche je nach Witterung die Mittel- oder manchmal auch bereits die Aussenschicht bildet, wird direkt über der Funktionsunterwäsche getragen. Diese Schicht muss den Körper warm halten, die Feuchtigkeit der Unterwäsche aufnehmen und diese nach aussen weiterleiten. Am häufigsten werden auch hier Kunstfaserprodukte wie z.B. Fleece eingesetzt. Fleece (Faserpelz) hat gegenüber den meisten natürlichen Fasern einige entscheidende Vorteile. Es nimmt kaum Wasser auf, ist sehr robust, trocknet im Nu und ist bei gleicher Wärmeleistung viel leichter als z.B. Wolle. Bei trockenen Bedingungen bildet diese Schicht gleichzeitig häufig auch die äusserste Schicht. Dritte Schicht = totaler Wetter- und Windschutz Diese Schicht muss zuverlässig, vor Wind, Regen und Schnee schützen, dabei aber immer noch die gestaute Feuchtigkeit von innen entweichen lassen. Bei stark schweisstreibenden Sportarten ist die Atmungsaktivität und die Lüftung der Teile das Wichtigste. Denn wenn diese Schicht nicht genügend atmungsaktiv ist, schmort man innert kürzester Zeit im eigenen Saft. Hier sind Hightech-Materialien wie Gore-Tex, Sympatex und Co. die richtige Wahl. Speziell zu betrachten ist die Kopfregion, welcher im Winter eine entscheidende Rolle zukommt, denn über den Kopf geht enorm viel Wärme verloren. Es ist deshalb wichtig, ihn immer gut zu schützen. Am besten haben sich dünne Mützen aus Stretchfleece bewährt. Kalte Hände lassen sich mit einfachen, dünnen Handschuhen gut warm halten. Sehr gut haben sich hier Langlaufmodelle bewährt. Die Beine sind von Natur aus weniger kälteempfindlich als der Oberkörper. Dies bedeutet aber nicht, dass sie weniger gut geschützt werden müssen. Eine dicke, winddichte Tight ist deshalb auf jeden Fall zu empfehlen. |